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Ratgeber: Grundeinstellungen eines ergonomischen Bürostuhls

Bürostuhl Ergonomie

10.09.2016

Dass ein Bürostuhl ergonomisch sein sollte, ist weit bekannt. Doch was muss ein Bürostuhl dazu bieten? Und wie stellt man einen Drehstuhl richtig ein? Ein Überblick.

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Was ist ein ergonomischer Bürostuhl?

Von einem ergonomischen Bürostuhl spricht man, wenn dieser es Ihnen ermöglicht, eine auf Ihren Körper abgestimmte Sitz-Grundhaltung einzustellen. Zudem sollte ein ergonomischer Bürostuhl auch einen gewissen Spielraum für regelmäßige, leichte Bewegungen und das häufige Ändern der Sitzhaltung bieten – das heißt: Der Drehstuhl sollte Sie zu einem dynamischen Sitzen anregen. Denn so wie im Leben selbst, ist auch während eines acht-stündigen Arbeitstages am Schreibtisch, ein regelmäßiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung wichtig. Daher sollte ein Bürostuhl bestimmte Funktionseinstellungen mitbringen.

Unterscheide: Grundanforderungen und erweiterte Anforderungen an einen Bürostuhl

Weiter kann man die Anforderungen an einen ergonomischen Bürostuhl danach unterscheiden, wie daran gearbeitet wird – also ob Sie bei Ihrer Arbeit überwiegend Daten in den Computer eingeben, oder ob Sie auch regelmäßig Abwechslung zu dieser Tätigkeit haben – und an Ihrem Schreibtisch beispielsweise immer wieder die Aktenablage bearbeiten - und Ihre Haltung daher automatisch häufiger wechseln.

Im Folgenden eine Erläuterung der Grundanforderungen an einen Bürostuhl für Menschen, die an Ihren Schreibtischarbeitsplatz sowohl mit dem Computer als auch anderen Mitteln (Telefon, Ordnern, Aktenablage u.ä.) arbeiten.

Die richtige Sitz-Grundhaltung

In der Grundposition sollten Ihre Füße vollflächig auf dem Boden stehen – und Ihre Beine und Arme jeweils einen 90-Grad-Winkel bilden. Dabei sollte die Rückenlehne sowohl den oberen als auch den unteren Rücken stützen – und Sie auch in der Bewegung unterstützen.

Um einen Bürostuhl entsprechend einstellen zu können, muss er ausgestattet sein mit:

  • Sitzhöhenverstellung
  • Höhen- und breitenverstellbaren Armlehnen
  • Sitztiefeneinstellung
  • Rückenlehne mit höhen- und tiefenverstellbarer Lordosenstütze
  • Synchronmechanik
  • Gewichtsregulierung
  • Unter Umständen: Kopf- oder Nackenstütze

1. Einstellung der Sitzhöhe

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Mittels der Sitzhöhenverstellung können Sie den Bürostuhl auf jene Höhe bringen, in der Ihre Füße fest auf dem Boden stehen und Ihre Oberschenkel parallel zum Fußboden verlaufen.

2. Einstellung von Armlehnen

Die Wichtigkeit von Armlehnen wird häufig unterschätzt. Doch gerade bei langer Schreibtischarbeit mit der Maus oder an der Tastatur wird die Schulter- und Nackenmuskel stark belastet. Ohne Stützung durch Armlehnen leistet Ihre Muskulatur dabei dieselbe Arbeit, als würden Sie Ihren Arm mehrere Stunden hochhalten. Daher sollte ein Bürostuhl mit Armlehnen ausgestattet sein.

Bringen Sie die Armlehnen auf eine Höhe, in der Ihre Unterarme parallel zum Boden aufliegen. Dabei sollte auch Ihr Schreibtisch auf diese Höhe eingestellt sein, sodass Sie Ihre Unterarme komplett auf den Armlehnen und dem Tisch ablegen können. Dadurch entlasten Sie jene Muskulatur, die Sie zum Tippen und Klicken mit der Maus gar nicht benötigen.

In der Breite sollten die Armlehnen so eingestellt werden, dass Ihre Arme Ihren Körper nicht berühren und etwa auf der Höhe Ihrer Schultern sind.

3. Sitztiefeneinstellung

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Da sich die Bauweise von Bürostühlen an der deutschen Industrienorm orientiert (DIN), fallen sie für mache Menschen etwas zu klein oder zu groß aus. Daher verfügen viele Bürostühle über eine Sitztiefeneinstellung. Damit kann die Sitzfläche weiter nach vorne oder hinten geschoben und dadurch die Auflagefläche für die Oberschenkel angepasst werden. Die Sitztiefe ist optimal eingestellt, wenn zwischen Sitzvorderkante und Ihren Kniekehlen noch 2-4 cm Raum bleiben.

4. Einstellung der Rückenlehne mit Lordosenstütze

Rückenlehne.png Lordosenstütze.png

Die Rückenlehne sollte so hoch sein, dass Sie Ihre Schulterblätter daran anlehnen können. Zudem ist aus ergonomischer Sicht eine höhenverstellbare Lordosenstütze (auch Lumbalstütze genannt) an der Rückenlehne wichtig. Diese erzeugt eine Wölbung im Bereich des unteren Rückens – über dem Becken. Und diese Wölbung hilft ihnen – während eines langen Arbeitstages, an dem Sie ihre Haltung nicht ständig kontrollieren können – Ihre aufrechte Haltung zu bewahren, indem sie den Lendenwirbelbereich stützt. Da jede Wirbelsäule eine andere Ausprägung aufweist, müssen Sie die Lordosenstütze sodann auf die für die passende Höhne und entsprechende Tiefe einstellen.

5. Synchronmechanik für die nötige Bewegung am Arbeitsplatz

Synchronmechanik.png

Wichtig für Ihre Rückengesundheit ist die regelmäßige Bewegung beim Sitzen. Schließlich verspannen Muskeln, wenn sie über längere Zeit in einer Position verharren. Daher sollten sich zumindest die Rückenlehne und im Idealfall auch der Sitz beim Zurücklehnen mitbewegen.

Es gibt verschiedene Mechaniken, die dies regulieren. Doch bei einer Bildschirmarbeitszeit von über vier Stunden, ist eine sog. Synchronmechanik zu empfehlen.

Eine Synchronmechanik sorgt dafür, dass sich die Lehne und der Sitz aufeinander abgestimmt bewegen, wenn Sie sich im Bürostuhl zurücklehnen. Genauer gesagt: Sie reguliert, dass sich Sitz und Lehne in einem Verhältnis von 3:1 bis 2:1 bewegen. Wenn die Lehne also beispielsweise um sechs Grad nach hinten geneigt wird, neigt sich auch der Sitz um zwei Grad. Die Mechanik vergrößert also (im Vergleich zu einem Bürostuhl, der nur eine bewegliche Lehne hat) den Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln beim Zurücklehnen. Dadurch können Sie Ihren Körper beim Zurücklehnen richtig strecken, Ihre Durchblutung wird dabei angeregt werden und Sie können auch viel tiefer Atmen.

6. Gewichtsregulierung richtig einstellen

Gewichtsregulierung.png

Jeder Mensch bringt ein anderes Gewicht und eine andere Muskelkraft mit. Damit Sie die Rückenlehne Ihres Bürostuhls leicht nach hinten drücken können, müssen Sie Ihren Bürostuhl mitttels Gewichtsregulierung auf Ihre individuellen Bedürfnisse einstellen. Richtig eingestellt haben Sie Ihre Rückenlehne, wenn Sie diese im Sitzen mit dem Rücken leicht bewegen können, ohne dass sie nach hinten weggleiten. Gleichfalls sollte Ihnen die Rückenlehne ebenso den nötigen Halt beim Anlehnen geben. Viele ergonomische Bürostühle besitzen eine automatische Gewichtsregulierung: diese übernimmt die Einstellung für Sie automatisch. Alternativ dazu kann ein Bürostuhl auch mit einer manuellen Gewichtsregulierung ausgestattet sein: In diesem Fall können Sie den nötigen Kraftaufwand zum Bewegen der Lehne selbst ganz genau justieren.

7. Funktion von Kopf- und Nackenstützen

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Grundsätzlich bietet eine Kopf- oder Nackenstütze keine zusätzlich ergonomische Funktion während der Arbeit. Vielmehr sind diese Stützen hilfreich in Entspannungsphasen – also wenn Sie sich im Bürostuhl bequem zurücklehnen.

Gleichfalls kann eine Nacken- oder Kopfstütze sehr entlastend sein für Menschen, die etwa ein Schleudertrauma hatten oder aus einem anderen Grund Probleme im Halswirbel-Bereich haben. In solchen Fällen sollten Sie unbedingt auf die Empfehlung Ihres Arztes hören.

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Da jeder Mensch einen anderen Körperbau aufweist und es beinahe unendlich viele Bürostuhl-Modelle auf dem Markt gibt, die jeweils andere Vorzüge mitbringen, sollten Sie vor dem Kauf einige Bürostühle probesitzen.

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